2. Informations- und Impfaktion im IBBO

Impfmüdigkeit? Oder gar Ablehnung? Das hat die ÖFO nicht gespürt. Ein kurzfristiges Angebot zum Impfen für diejenigen, die das Interkulturelle Bildungs- und Begegnungszentrum Oberstadt (IBBO) in der Berliner Siedlung besuchen, wurde so stark angenommen, dass am Ende einige Impfwillige nicht zum Zuge kamen.

Die Bereitstellung von Impfdosen hatte sich an den Anmeldungen orientiert, um die gebeten wurde. Aber es kamen dann nicht nur die Besucher des IBBO und Teilnehmer*innen der Sprachkurse, sondern auch viele Menschen aus der Gegend, Flüchtlinge und andere Migranten und deutsche Einheimische. Vielleicht lag das daran, dass nicht nur das Impfen, sondern auch eine Aufklärung und Beratung angeboten war. Darauf kommt es wohl an. Denn die Fragen derer, die sich im Prinzip impfen lassen wollten, waren zahlreich und mussten geduldig beantwortet werden. Aber dann war die Impfbereitschaft auch sehr klar.


Diesen Erfolg verdankt die ÖFO nicht nur der informativen Vorbereitung und Beantwortung von Fragen schon im Vorfeld, sondern besonders den ehrenamtlich aktiven Ärzten Dr. Harald Süs und Dr. Dorothee Kieninger-Baum, sowie Johanna Filler. Sie führten nicht nur die Impfungen durch, sondern beantworteten gründlich und ausführlich alle Fragen. Dabei kam es aber nicht nur auf die blanke Information an, sondern auf das glaubwürdige Interesse am Wohlsein der Patienten.

Fast 50 Personen konnten an diesem Nachmittag im IBBO geimpft werden. Vertreten waren nicht nur viele verschiedene Nationalitäten, sondern auch alle Altersgruppen, die geimpft werden können. Es bleibt nicht bei dieser Erstimpfaktion – der Termin für die Zweitimpfung im September wurde schon vereinbart.

Die Erfahrung der ÖFO ist nicht großflächig, aber eindeutig. Wenn man eine Beratung und eine vertrauenswürdige Beratung anbietet, dann kommen mehr Menschen als man erwartet hat. Die öffentliche Diskussion mit der Diskreditierung von Menschen, die noch nicht geimpft sind, geht vielfach am Problem vorbei oder blockiert gerade die unsicheren Impfbereitschaften. Bei geflüchteten Menschen und anderen Migranten ist die Beratung in Einrichtungen, zu denen diese Menschen Vertrauen erworben haben, jedenfalls der Schlüssel zum Erfolg. Diese Erfahrung verdient Aufmerksamkeit.


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