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AGH-Maßnahme

im Interkulturellen Bildungs- und Begegnungszentrum Oberstadt

Eine Teilnahme an einer Arbeitsgelegenheit (AGH) unterstützt die nachhaltige Integration in das Arbeitsleben. Ziel ist es, die individuellen und persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten der Teilnehmenden zu stärken, ihre Beschäftigungsfähigkeit (wieder)herzustellen und langfristig zu erhalten sowie konkrete Integrationsfortschritte zu ermöglichen.

Im Auftrag des Jobcenters Mainz ist die ÖFO e. V. als AGH-Maßnahmenträger tätig und kooperiert mit mehreren geeigneten Einsatzstellen. Diese sind so ausgewählt, dass sie insbesondere auch Menschen mit Fluchterfahrung einen guten Einstieg ermöglichen. Neben der beruflichen Orientierung und Heranführung an den Arbeitsalltag bieten die Einsatzstellen wertvolle Möglichkeiten, soziale Kontakte zu knüpfen und die im Alltag benötigten Deutschkenntnisse praktisch anzuwenden und weiterzuentwickeln.

Ein wesentliches Kriterium bei der Auswahl der Einsatzstellen ist eine freundliche und wertschätzende, deutschsprachige Arbeitsumgebung. Gleichzeitig wird darauf geachtet, dass die jeweiligen Arbeitsanforderungen den individuellen Fähigkeiten und der persönlichen Leistungsfähigkeit der Teilnehmenden entsprechen.

Aktuell stehen elf AGH-Plätze für Menschen mit Fluchterfahrung und Langzeitarbeitslose zur Verfügung. Die maximale Teilnahmezeit an der Maßnahme beträgt 24 Monate. Während der gesamten Maßnahmedauer werden sie durch qualifiziertes Fachpersonal der ÖFO e. V. individuell begleitet, beraten und bei ihren persönlichen und beruflichen Entwicklungsschritten unterstützt.

Darüber hinaus können alle Teilnehmenden die vielfältigen Angebote unseres Bildungszentrums nutzen und dadurch ihre persönlichen, sozialen und beruflichen Kompetenzen weiter ausbauen.

 

​Erfahrungen unserer AGH-Teilnehmer:

Beispiel 1

Frau M. wirkt etwas zurückhaltend, aber selbstbewusst. Bereits seit längerer Zeit lebt sie in Deutschland und hat bisher als Alleinerziehende ihre Zeit der Betreuung ihrer Kinder gewidmet. Nun möchte sie aber in Ihrem Leben endlich weiterkommen und ein Vorbild für ihre Kinder sein. Dabei wollte Frau M. eigentlich schon immer mit Kindern arbeiten – und so wurde sie vom Jobcenter in unsere AGH-Stelle in einem Kindergarten vermittelt. Die Arbeit macht ihr große Freude. Frau M. spricht dazu gutes Deutsch. Das Abitur aus dem Herkunftsland hat man ihr in Deutschland anerkannt. So hat sich Frau M. entschlossen, nach der AGH eine Berufsausbildung im sozialen Bereich zu machen. Auch bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützen wir Frau M. als verantwortlicher AGH-Träger.

Beispiel 2

Herr K. – Kunde vom Jobcenter im mittleren Alter – hatte kein einfaches Leben gehabt. Er konnte keine Berufsausbildung machen und wurde von Obdachlosigkeit bedroht. Dank der AGH-Stelle in der Fahrradwerkstatt bekam er eine Chance. Diese Chance hat er gut genutzt.  Herr K. ist handwerklich sehr geschickt – und er konnte sich daher bei der Arbeit gut beweisen. Nach der AGH bekam er ein sehr gutes Arbeitszeugnis. Herr K. möchte nun im handwerklichen Bereich arbeiten und nutzt bei Bewerbungen die Kontakte zu uns als verantwortlichem AGH-Träger. 

Beispiel 3

Frau P. ist eigentlich schon immer lebensfroh gewesen. Seit längerer Zeit ist sie aber gesundheitlich beeinträchtigt. In ihrem früheren Beruf kann sie daher nicht mehr arbeiten. Sie möchte aber für Gesellschaft weiterhin nützlich sein. Sie möchte gebraucht werden. Dies würde ihr Selbstwertgefühl steigern. Ihre große Leidenschaft ist das Nähen. In der Nähstube des AGH-Trägers erledigt Frau P. die Näharbeiten für Bedürftige oder bringt anderen Menschen das Nähen bei. Während ihrer Tätigkeit unterhält sich Frau P. mit den anderen Teilnehme-rinnen auf Deutsch. Die meisten Frauen haben einen Migrationshintergrund und sind sehr dankbar für die seltene Gelegenheit, im vertrauten Kreis deutsch sprechen zu können.     

KONTAKT

Claudia Gallé

​Tel: +49 155 6263 1643

Email: c.galle@oefo.org

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