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„Afghanistan – Wie steht es heute um die Rechte von Frauen, um ihre Bildung und um Sicherheit?“




„Ich hätte der Referentin noch stundenlang zuhören können, so präzise und lebhaft hat sie berichtet“, so das Feedback eines Teilnehmenden zur Veranstaltung „Afghanistan – Wie steht es heute um die Rechte von Frauen, um ihre Bildung und um Sicherheit?“, die am 13.10. im interkulturellen Bildungs- und Begegnungszentrum der Ökumenischen Flüchtlingshilfe Oberstadt e.V. stattgefunden hat.

Als Referentin war Nilab Taufiq, Politikwissenschaftlerin und Soziologin, eingeladen,,die zur aktuellen Lage in Afghanistan informierte. Sie berichtete eindrucksvoll über ihren Hilfseinsatz kurz vor der Machtübernahme der Taliban Anfang August 2021 und jetzt im August 2022.

Dass die Thematik um Afghanistan sehr vielschichtig und die Geschichte des Landes von mittlerweile 43 Jahren Krieg geprägt ist, vermittelte Nilab Taufig in ihren Ausführungen und sie ging dabei auch auf die Verantwortung der Weltgemeinschaft und ihre Fehler ein. Gerade diese Fehler haben zur wiederholten Machtübernahme der Taliban geführt. Sie schilderte, wie der aktuelle Bankenboykott die humanitäre Lage im Land verschlimmert und die Menschen deshalb hungern. Das Überleben vieler Menschen hängt gegenwärtig von der finanziellen Unterstützung durch geflohene Afghan*innen ab.

Neben diesem Aspekt informierte Nilab Taufiq die Teilnehmenden, insbesondere zur Lebenssituation von Mädchen und Frauen. Dass sie ihres Rechtes auf Bildung enteignet werden und dass ihnen der Besuch von Schulen und Universitäten verwehrt wird, ist allseits bekannt. Aber die Erklärung dieser Situation allein mit dem Hinweis auf die Taliban zurückzuführen, ist zu kurzsichtig. In Afghanistan herrscht – wie in manchen anderen Ländern – ein rigides patriarchalisches System, das den Frauen die Freiheit raubt. Sie haben keine Wahl, ihr Leben selbst zu entscheiden. Von dieser Analyse ausgehend verlangte die Referentin ein Ende aller Sanktionen, denn sie treffen fast nur die breite Bevölkerung.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer Fotoausstellung, und zwar mit Bildern der Fotografin Alea Horst, die in Kriegsgebiete fährt und dort ihre Eindrücke fotografisch festhält. Die instruktiven und fotografisch sehr gelungenen Bilder stammen alle von ihrer Reise nach Afghanistan, die sie mit Nilab Taufiq im August 2021 durchgeführt hat. Die Bilder zeigten keine stereotypen Situationen, sondern die Vielfalt des Lebens in Afghanistan.



Die Veranstaltung wurde von der Eine-Welt-Fachpromotorin für Migration und entwicklungspolitische Bildung im Rahmen des Eine-Welt-Promotor*innen-Programms in Rheinland-Pfalz organisiert. Das Eine-Welt-Promotor*innen-Programm in Rheinland-Pfalz wird gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln der Landesregierung Rheinland-Pfalz sowie dem ELAN e.V.


Für den Inhalt dieser Publikation ist allein die Ökumenische Flüchtlingshilfe Oberstadt e.V. (ÖFO) verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt von Engagement Global gGmbH, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Landesregierung Rheinland-Pfalz sowie dem ELAN e.V. wieder.


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