Veranstaltungsbericht zu „Rheinland-Pfalz in der Welt“ am 22.10.26 in Mainz. Ein Mosaik von Impulsen für eine handlungsfähige Zivilgesellschaft.
Autorin: Dr. Lucia Fuchs (Eine Welt-Fachpromotorin für Partnerschaften und globale Solidarität bei VENGAN - Zukunftsdörfer weltweit e.V.)

Die Welt verändert sich – und wir sind mittendrin. Wie können wir angesichts globaler Krisen und Ungleichheit handlungsfähig bleiben? Welche Rolle spielen Bildung und globaler Austausch, um Solidarität zu stärken und Zukunft gerecht zu gestalten? Darüber diskutierten am 22. Oktober rund 40 Interessierte bei einer Veranstaltung des Eine Welt-Promotor*innen-Programms in Mainz.
Pirmin Spiegel, Referent für Globales Lernen und Nachhaltigkeit beim Bistum Speyer und ehemaliger Misereor-Hauptgeschäftsführer, eröffnete den Abend mit dem Vortrag „Gerechtigkeit für Mensch und Planet: Wege aus den Krisen unserer Zeit“. Mit Blick auf Klimakrise und globale Ungleichheit betonte er, wie wichtig es ist, marginalisierte Perspektiven ernst zu nehmen und bei Unrecht Stellung zu beziehen.

Im Podiumsgespräch diskutierten Dr. Eva Baille (Bistum Mainz/ELAN-Vorstand), Kerstin Bommersbach (BNE-Lehrerin), Venuste Kubwimana (Bildung trifft Entwicklung), Dr. Gregor Walter-Drop (Friedensakademie RLP), Jan Hendrik Winter (Bildungsministerium RLP) und Gloria Vasquez (Globales Lernen). Dabei wurde deutlich: Trotz Fortschritten kommt Aufklärung zu kolonialen Kontinuitäten zu kurz. Länder des Globalen Südens werden häufig einseitig dargestellt. Umso wichtiger sind kritische Bildung, Begegnung und Perspektivwechsel.
Dass Veränderung möglich ist, zeigten Beispiele aus der Praxis: von Begegnungen, die Menschen zusammenbringen, über den Einsatz gegen Ausgrenzung und Vorurteile bis hin zu internationalem Austausch, der neue Perspektiven eröffnet. Auch das Publikum brachte Erfahrungen und Ideen ein und in einer Social-Media-Aktion konnten alle ihre Stimme für eine gerechte Welt verewigen.
Der Abend machte Mut, aber auch deutlich: Globale Gerechtigkeit entsteht nicht von selbst. Sie braucht eine engagierte Zivilgesellschaft und politische Rahmenbedingungen, die kritische Bildung und solidarisches Handeln stärken.
Fotos: ÖFO e.V./ M.Haidary
Für den Inhalt dieser Publikation ist allein die Ökumenische Flüchtlingshilfe Oberstadt e.V. (ÖFO) verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht unbedingt den Standpunkt von Engagement Global gGmbH, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Landesregierung Rheinland-Pfalz sowie dem ELAN e.V. wieder.


